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Verfassung

Auszug aus der Verfassung der Münchner Knödelei.
VON DER KNÖDELETIKETTE

§ 1 Knödeln sind auf Grund ihrer Konsistenz in den meysten Fällen dazu bestimmt, köstliche Sossen in sich aufzunehmen. Um diesen besonderen Genuss nicht zu schmälern, ist der hier beschriebenen Handhabung von Besteck unbedingt Folge zu leisten. 

§ 2 Beim Essen von Knödeln ist von der Verwendung eines Messers zum Schneiden derselben abzuraten, da diesselbiges eine glatte Schnittkante hinterlassen würde, welche die Aufnahme von jeglichen Sossen behindert. 

§ 3 Vielmehr sind Knödeln in derartiger Weise zu theilen, dass sie vom Messer (oder Löffel) gehalten mit Hilfe der Gabel zu zerreissen sind. Die dabei entstehende rauhe Oberfläche ist solange in die Sosse zu tunken, bis sich der Knödel mit ihr vollgesogen hat. 

§ 4 Es gilt als unfeyn, Reste auf dem Teller zu hinterlassen. Vielmehr ist der Knödel – in Würdigung seiner selbst – zur Gänze zu verzehren. Als Beigetränk seyen Biere der Paulaner-Mönche zu kredenzen. 

Die komplette Verfassung gibt’s hier als Download.
=> Verfassung der Knödelei (PDF)